Agiostrati (griechisch Άγιος Ευστράτιος), auch bekannt als Aghios Efstratios oder auf Türkisch Bozbaba, ist eine kleine griechische Insel in Form eines Buckels, die in der nördlichen Ägäis zwischen Limnos (16 Seemeilen) und Lesbos liegt. Sie verdankt ihren Namen dem Mönch Agios Efstratios, der angeblich auf der Insel begraben ist. Sie ist nur auf dem Seeweg erreichbar, in der Regel von der Insel Limnos aus. In der Vergangenheit war sie ein Ziel für politische Verbannte und erlitt 1968 ein schweres Erdbeben.
Die Insel sieht aus wie ein großer Felsen mitten im Meer: Sie ist vulkanisch, karg und wild mit einer Fläche von 43 km² und etwa 300 Einwohnern. An ihrem höchsten Punkt erreicht sie 296 Meter über dem Meeresspiegel (Berg Simadi).
Ihre Küsten bieten wunderschöne unberührte Strände, zahlreiche Höhlen, einsame Buchten und fischreiche Meeresgründe. Die Inselbewohner sind hauptsächlich Fischer.
Die Hauptstadt und einzige Ortschaft der Insel ist Agiostrati (von den Bewohnern Ais Stratis genannt), wo sich auch der einzige Hafen befindet. Sie wurde nach dem Erdbeben von 1968 fast vollständig wiederaufgebaut, sodass sie hauptsächlich aus neuen, wenig charakteristischen Häusern besteht. Die Insel ist nicht touristisch und wird selbst von Griechen selten besucht, bietet aber wunderschöne Strände, große Ruhe und den Charme unberührter Natur.
Das Straßennetz der Insel ist nahezu nicht vorhanden: Man bewegt sich zu Fuß fort.
Agiostrati ist die erste „grüne Insel" Griechenlands mit dem Ziel, ausschließlich erneuerbare Energiequellen zu nutzen.