Kreta (griechisch Κρήτη) ist die größte Insel Griechenlands und verdankt ihren Namen der großen Menge an Lehm in ihrem Boden. Sie ist die fünftgrößte Insel im Mittelmeer und befindet sich am südlichsten Punkt Griechenlands.
Sie ist sowohl auf dem Seeweg vom griechischen Hafen Piräus als auch auf dem Luftweg erreichbar (internationaler Flughafen „Kazantzakis" in Heraklion; internationaler Flughafen „Daskalogiannis" in Chania; und der Inlandsflughafen bei Sitia).
Sie hat eine Fläche von 8.336 km² und eine Bevölkerung von etwa 620.000 Einwohnern.
Obwohl Kreta eine griechische Insel ist, gleicht sie in mancher Hinsicht einem eigenen Land aufgrund ihrer Größe und der Vielfalt ihrer Landschaft, und nicht zu vergessen, weil sie die Wiege der ersten großen Zivilisation des Mittelmeerraums ist, der minoischen Zivilisation, die um 3000 v. Chr. entstand.
Die Insel ist vorwiegend gebirgig mit drei großen Gebirgsmassiven: den Lefka Ori (2.452 m), dem Idi Oros (2.456 m) und dem Dikti Oros (2.148 m). Der nördliche Bereich ist teilweise flach, und sein mediterranes Klima hat die Entstehung von Städten und Touristenzentren begünstigt. Die südliche Zone hingegen hat hohe und felsige Küsten, die trocken sind und nur sehr wenige Häfen bieten. Im Landesinneren gibt es jedoch wunderschöne Schluchten. Aufgrund dieser besonderen Geländebeschaffenheit ist die Insel hauptsächlich im Norden besiedelt, wo eine große Straße parallel zum Meer sie von Ost nach West verbindet. Kreta ist 260 Kilometer lang und nur etwa 300 Kilometer von Libyen entfernt.
Die wichtigsten Anbauprodukte der Insel sind Trauben, Oliven und Orangen. Die typischen Produkte sind Textilien, Stickereien, Ikonen, Keramik, Silberwaren und der traditionelle kretische Branntwein namens „Raki".
Kreta ist in vier Präfekturen unterteilt, von West nach Ost: Chania, Rethymno, Heraklion und Lasithi. Die Hauptstadt der Insel ist Heraklion, die drittgrößte griechische Stadt, wo sich der Haupthafen befindet.
Das Meer ist unberührt mit einigen wahrhaft karibisch anmutenden Stränden.
Aufgrund ihrer strategischen geographischen Lage am Kreuzungspunkt dreier Kontinente wurde die Insel oft überfallen und hat so viele verschiedene Zivilisationen erlebt, dass sogar in ihrer Architektur die unterschiedlichsten Stile (byzantinisch, venezianisch, türkisch...) manchmal in ein und demselben Gebäude vertreten sind. Der Charme Kretas, jenseits der touristischen Invasion, die sie inzwischen ständig heimsucht, liegt in seinen großen archäologischen Stätten, die mit den Mythen der Vergangenheit verbunden sind, seinen Klöstern, die mitten in Wäldern und Bergen zu entdecken sind, seinen Festungen, seinem Meer und vor allem seiner Folklore. Die Kreter bewahren ihre ältesten Traditionen weiterhin lebendig.
Was die Kunst betrifft, ist die berühmte Kretische Schule der Malerei, der Maler El Greco, die Theaterwerke und der große Schriftsteller Nikos Kazantzakis erwähnenswert.
Das Straßennetz der Insel konzentriert sich hauptsächlich auf die Nordküste und ist recht leistungsfähig. Eine Autobahn verbindet Agios Nikolaos mit Kastelli (Kissamos) und führt durch Heraklion. Im Süden sind die Straßen schmal und kurvenreich aufgrund der Berge; abseits der asphaltierten Straßen muss man äußerst vorsichtig sein. Öffentliche Verkehrsmittel sind weit verbreitet und verbinden die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Insel, aber im Sommer sind sie auch überfüllt, sodass es notwendig ist, Fahrkarten im Voraus zu kaufen. In den großen Städten gibt es auch Stadtbusse. Darüber hinaus kann man mit dem Taxi fahren (eine günstige Option) oder ein Auto mieten.