Folegandros (griechisch Φολέγανδρος) liegt zwischen Milos und Sikinos, westlich von Ios, und ist nur auf dem Seeweg erreichbar. Die Insel gehört zu den kleinsten Kykladen und liegt 93 Seemeilen von Piräus entfernt, mit Verbindungen zu anderen Kykladen.
Sie hat eine Fläche von 32 km² und sehr wenige Einwohner: etwa 600.
Die Insel ist karg und felsig mit nur wenigen bebauten Terrassen, aber sie ist wunderschön und faszinierend. In der Vergangenheit war sie aufgrund ihrer Beschaffenheit die Insel, auf die Verbannte geschickt wurden (z. B. der ehemalige Ministerpräsident Papandreou). In den letzten Jahren wurde sie jedoch von einem etwas gehobenen Tourismus entdeckt, der Ruhe und Charme sucht.
Ihre Küsten werden oft von Winden gepeitscht und bieten große Klippen, die ins Meer stürzen, aber vielleicht gerade wegen ihres wilden und naturbelassenen Zustands hat sie eine sehr starke Anziehungskraft. Folegandros ist ein Paradies für Unterwasserfischer.
Ihr höchster Berg heißt Aghios Eleftherios (415 Meter) und liegt südwestlich von Chora.
Die Inselbewohner leben hauptsächlich vom Fischfang und inzwischen auch vom Tourismus, wobei das Handwerk nicht besonders entwickelt ist.
Die Hauptstadt der Insel ist Folegandros (Chora), ein prächtiges Dorf im rein kykladischen Stil.
Das Meer der Insel ist transparent und wird von Tauchern geschätzt.
Das Straßennetz der Insel gehört sicher nicht zu den besten, verbindet aber die wichtigsten Orte, nämlich vom Hafen zum Dorf Ano Meria über Chora. Die beiden Hauptorte, Chora und der Hafen, sind auch durch Busse verbunden. Es gibt einige Auto- und Rollerverleihe auf der Insel und einen etwas mangelhaften Taxidienst.