Spetses (vom griechischen Σπέτσες) ist mit seiner ovalen Form die südlichste Insel der Saronischen Inseln, nahe der Küste des Peloponnes gelegen (1,7 Seemeilen). Ihr Name leitet sich von der Präsenz vieler Gewürzarten in ihrer Vegetation ab. Sie ist nur auf dem Seeweg erreichbar und 52 Seemeilen von Piräus entfernt.
Sie hat eine Fläche von 27 km² und etwa 4500 Einwohner.
Die Insel hat niedrige und besonders bewaldete Hügel (Zypressen und Pinien) und ist für ihre natürliche Schönheit bekannt. Die Küsten bestehen sowohl aus felsigen als auch aus sandigen Stränden. Der höchste Punkt von Spetses ist der Berg Profitis Ilias mit 252 Metern. Die Insel ist sehr grün und ziemlich fruchtbar mit Weinbergen und Olivenhainen. Ihre Bewohner sind hauptsächlich in der Fischerei und im Tourismus tätig. Das lokale Kunsthandwerk zeichnet sich durch den Bau von Schiffsmodellen aus.
Die Hauptstadt ist Spetses, auch als Dapia bekannt, wo sich der Hafen der Insel befindet, der in der Vergangenheit eine bedeutende maritime Tradition hatte.
In der Vergangenheit zeichnete sich Spetses, wie Hydra, durch seine Tapferkeit im Unabhängigkeitskrieg gegen die Türken aus. Heute ist es ein eleganter Badeort, ruhig und hauptsächlich von Athener Familien und wohlhabenden Touristen besucht: Im Sommer ist der Hafen voller luxuriöser Yachten, und die Stadt hat mehrere Villen, die wohlhabenden Seeleuten gehören. Im Gegensatz zu anderen Inseln im Saronischen Golf genießt Spetses auch im Sommer eine kühle Brise.
Auf der Insel wird der öffentliche Nahverkehr durch Pferdekutschen, einen Busservice, der die verschiedenen Strände und wichtigsten Orte der Insel erreicht, und auf dem Seeweg durch Kaiken oder Taxiboote bereitgestellt. Neben Bussen sind die einzigen auf den Straßen erlaubten motorisierten Fahrzeuge Roller und Motorräder.