Ikaria (griechisch Ικαρία), auch als Icaria oder Nicaria bekannt, liegt in der nördlichen Ägäis, südwestlich von Samos (10 Seemeilen), und verdankt ihren Namen Ikarus, der der Legende nach direkt vor der Insel ins Meer stürzte. Sie ist sowohl auf dem Seeweg als auch auf dem Luftweg erreichbar (Nationalflughafen Ikaria). Die Insel liegt 144 Seemeilen von Piräus entfernt.
Ikaria hat eine Fläche von 254 km² und etwa 8500 Einwohner.
Das Innere wird von zwei Bergen dominiert und ist reich an Vegetation, darunter Olivenbäume und Kiefern. Der südliche Teil der Insel besteht aus steilen, kahlen Klippen, während der nördliche Teil schöne Küsten und fruchtbares Land bietet; aus diesem Grund fehlen im Süden Straßen und er ist fast unbewohnt, im Gegensatz zum Norden. An ihrem höchsten Punkt erreicht Ikaria 1000 Meter über dem Meeresspiegel (Berg Etheras).
Unter ihren Produkten stechen Früchte hervor, sowohl frische als auch getrocknete (insbesondere Walnüsse), sowie Erdbeerbaum- und Heidekrauthonig. Ikaria ist nicht sehr touristisch: Ihre Hauptattraktionen sind Ruhe und die völlige Abwesenheit von hektischen Rhythmen. Interessanterweise sind ihre Bewohner sehr langlebig: Die durchschnittliche Lebenserwartung auf der Insel übersteigt 90 Jahre.
Die Hauptstadt ist Aghios Kirikos, wo sich auch der Haupthafen befindet.
Das Straßennetz ist nur im nördlichen Teil gut; im Süden sind die Straßen unbefestigt und manchmal schwierig. Auf der Insel gibt es sowohl einen Busservice (der auf malerischen Strecken zu den wichtigsten Orten und Stränden führt) als auch Taxis und mehrere Auto- und Rollerverleihe.